Im Magisterstudium wird immer eine Fächerkombination aus verschiedenen Magisterteilstudiengängen studiert, die mit einigen von den Hochschulen festgelegten Ausnahmen, frei wählbar ist. Kombiniert wird das erste Hauptfach mit einem weiteren Hauptfach oder zwei Nebenfächern. Das lateinische Wort "Magister Artium" heißt wörtlich übersetzt "Meister der (freien) Künste". Im antiken Rom war der Magister ein Titel für Staatsbeamte, im Mittelalter nannte man Lehrkräfte an Hochschulen Magister. Heute handelt es sich beim "Magister Artium" um einen akademischen Grad, der an einer deutschen Universität erworben werden kann. Der „Magister Artium“ berechtigt genau wie ein Diplom zur Promotion. Einige Fächer können sowohl auf Diplom als auch auf Magister studiert werden. Dabei müssen sich natürlich auch Inhalt und Leistungsumfang des Magisterteilstudiengangs von dem des Diplomstudiengangs unterscheiden. Die Kombinationsmöglichkeiten im Magisterstudium sind zahlreich, so dass die Magisterstudenten ihr Studium nach ihrem Gusto zusammenstellen können. Seit dem Wintersemester 2006/2007 werden nahezu flächendeckend keine Magisterstudiengänge für Erstsemester in Deutschland angeboten. Nachfolger sind die so genannten Kombibachelor oder Zweifachbachelor.

Diplomstudiengänge umfassen das Studium eines Faches bis zum berufsqualifizierenden Abschluss. Sie gliedern sich in ein viersemestriges Grundstudium und ein ca. vier- bis sechssemestriges Hauptstudium. Ihr Diplom erhalten die Studenten nach Abgabe einer Diplomarbeit und dem Ablegen der Diplomprüfungen. An Fachhochschulen wird ein Fachhochschuldiplom erworben. Im Grundstudium werden die Grundlagen des jeweiligen Faches vermittelt. Es wird mit der Vordiplomsprüfung abge-schlossen. Vertiefungen in bestimmte Gebiete des Faches sind vor allem im Hauptstudium möglich. Das Hauptstudium endet mit den Diplomprüfungen, zumeist muss außerdem eine Diplomarbeit abgegeben werden, deren Ausarbeitung mindestens drei Monate in Anspruch nimmt. An manchen Universitäten muss im Diplomstudiengang ein so genanntes Studium Generale absolviert werden, d.h. die Studenten müssen zusätzlich zu den im Diplomstudiengang verlangten Kursen Lehrveranstaltungen besuchen, die außerhalb ihrer Fachrichtung liegen. An manchen Universitäten ist ein Nebenfach zu belegen, in dem ebenfalls Leistungen erbracht werden müssen. Diplomstudiengänge finden sich vorwiegend in den Ingenieur- und Naturwissenschaften und in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Mit der Einführung des europaweiten Bachelor/Master-Systems an Fachhochschulen und Universitäten werden die Diplomstudiengänge in zwei separate, aufeinander aufbauende Studiengänge aufgeteilt. 
 

 


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