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der planZ - Bildungsletter vom 23.02.2010 I. Neues aus der Hochschullandschaft: Studiengebühren - wo man preiswert studiert
Seit 2005 werden - nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Januar 2005 über die Rechtmäßigkeit von Studiengebühren - in einigen Bundesländern Studiengebühren erhoben. Dabei führten einige Bundesländer - wie z.B. Hessen und das Saarland - zunächst Studiengebühren ein und schafften diese später wieder ab. Allgemeine Studiengebühren gibt es heute nur noch in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Studiengebühren müssen dabei zweckgebunden - für die Verbesserung von Studium und Lehre - verwandt werden. Dabei liegen die Gebühren in Baden-Württemberg und Niedersachsen bei 500 Euro, in Hamburg bei 375 Euro. In Bayern und Nordrhein-Westfalen dürfen die Hochschulen ihre Gebühren selbst festlegen, können maximal jedoch 500 Euro verlangen. Dabei zahlt man in Bayern zwischen 100 Euro (für einige FH-Studiengänge) und 500 Euro (an den großen Unis). In Nordrhein-Westfalen haben in den vergangenen Semstern 29 der insgesamt 33 staatlichen Hochschulen Studiengebühren erhoben. Besonders günstig war es dabei bisher an der Fachhochschule Düsseldorf, die keine Gebühren erhob und an der Uni Münster, wo das Studium lediglich 275 Euro Gebühren pro Semester kostete. In Bremen zahlt jeder Studierende, der seinen Erstwohnsitz nicht in Bremen hat, 500 Euro Studiengebühren, wer seinen Wohnsitz in Br emen anmeldet, zahlt keine Studiengebühren. Zusätzlich zu den Studiengebühren müssen weiterhin Verwaltungskostenbeiträge, AStA-Beiträge (Allgemeiner Studierenden Ausschuss) die Studentenwerksbeiträge und gegebenenfalls das Semesterticket für den öffentlichen Personennahverkehr bezahlt werden. Insgesamt können diese Beiträge bei 150 bis 200 Euro liegen! In allen anderen Bundesländern, i.e. in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ist das Erststudium gebührenfrei. Die oben genannten Beiträge müssen jedoch auch hier bezahlt werden. Und auch das kann teuer werden: An der Humboldt-Universität Berlin fallen derzeit Beiträge von 256,68 Euro an, allerdings inklusive Semesterticket, das den gesamten Berliner Tarifbereich einschließt und auf dem auch ein Kind bis 6 Jahre, ein Hund und ein Fahrrad mitgenommen werden kann. Studiengebühren und Beiträge fallen erstmals bei der Einschreibung an und müssen dann regelmäßig mit der Rückmeldung zum neuen Studiensemester bezahlt werden. Wer dies nicht rechtzeitig tut muss innerhalb einer Nachfrist mit Säumnisgebühren (um die 20 Euro zusätzlich) rechnen. Und wer dann immernoch nicht zahlt wird gegenbenfalls sogar exmatrikuliert. Eine Übersicht zu den Gebühren in den einzelnen Bundesländern gibt es hier:
Wie breitet sich ein Tsunami aus? Wie binden sich Moleküle aneinander? Wie verläuft die Luftströmung um ein Rennauto? Was passiert in einer Brennstoffzelle? Wie mischen sich Gase? Solche und ähnliche Fragen lassen sich durch Simulation zuverlässig und kostengünstig beantworten. Der 6-semestrige Bachelor-Studiengang Simulation Technology startete erstmals zum Wintersemester 2010/2011. Aufgenommen werden jedes Jahr 30 Studierende, die einen Abiturschnitt von mindestens 10 Punkten erreichen, gute Leistungen in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern nachweisen können und ihre Studienmotivation in einem Auswahlgespräch glaubhaft darlegen. Gelehrt wird stark interdisziplinär und forschungsorientiert - die Grundlagen der Simulationstechnologie finden sich in Mathematik, Physik, Chemie, Informatik und Ingenieurwissenschaften. Im dritten Semester entscheiden sich die Studierenden zwischen den beiden Fachstudienrichtungen Natural and Engineering Science und Computer Science. Die starke Forschungsorientierung wird durch die Angliederung des Studiengangs an das "Stuttgart Research Centre for Simulation Technology" (SRC SimTech) der Universität Stuttgart unterstützt. Jeder Studierende wird über die gesamte Studienzeit von einem Mentor (in der Regel ein Professor der Universität Stuttgart und gleichzeitig ein Forschungsleiter im SRC SimTech) begleitet. Mit diesem wird in regelmäßigen Treffen den der Studienverlauf besprochen und geplant. Alle Infos zum Studiengang gibt es unter
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