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Vom Feld bis auf den Tisch
Exoten in der Studienlandschaft: Trotz relativ guter Berufsaussichten entscheiden sich nur etwa ein Prozent aller Studenten für diese Fächergruppe. Diese Fächergruppe ist den Naturwissenschaften verwandt. Sie beschäftigt sich aber vorwiegend mit der Gestaltung von Landschaft und Stadt, der wirtschaftlichen Nutzung des Bodens und mit der Produktion von Lebensmitteln und Getränken aus landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie deren Quali-tätssicherung. Fast alle Fächer kombinieren eine angewandte naturwissenschaftliche Ausbildung mit kaufmännischen Inhalten.
Was unbedingt erforderlich ist:
- Hohes mathematisches Verständnis
- Hohes Verständnis für Naturwissenschaften
- Persönlicher Bezug zur Natur und Umwelt
- Gute Noten in Mathe, Physik, Chemie, Biologie und Technik
- Liebe zur Natur
Welche Interessensgebiete werden bedient?
- Vordergründig: Praktisch-technische Orientierung
- Außerdem: Intellektuell- forschende Orientierung
- Weiterhin: Konventionelle Orientierung oder unternehmerische Orientierung
Typische Berufe:
- Agraringenieur
- Agrarwirt
- Förster / Forstwirt
- Landwirtschaftlicher Berater
- Umweltingenieur
- Ernährungsberater
- Lebensmitteltechnologe
Studium
Wer sich für dieses Studium entscheidet, sollte wegen des betriebswirtschaftlichen Anteils ein gutes Händchen für die Mathematik haben und in naturwissenschaftlichen Fächern - vor allem Biologie und Chemie - gut sein. Auch technische Aspekte wie Kenntnisse von Prozessabläufen, Vermessungskunde oder CAD-Techniken spielen eine Rolle im Studium. Wer später als Forstwirt oder Weinbauer arbeitet, darf außerdem vor Gummistiefeln nicht zurückschrecken und sollte eine gewisse körperliche Belastbarkeit mitbringen.
Typische Studienfächer in dieser Gruppe sind Forstwirtschaft, Gartenbauwissenschaft, Holzwirtschaft, Landschaftsarchitektur, Lebensmitteltechnologie, Getränketechnologie, Weinbau oder Agrarwirtschaft.
Berufsperspektiven
Im Berufsleben müssen Studenten dieser Fachgruppe oft Maschinen und Apparaturen bedienen, was ein technisches Grundverständnis verlangt. Aber auch im kaufmännischen Bereich sind Studenten dieser Fachgruppe gefordert. Berufsmöglichkeiten reichen vom Agraringenieur oder Landwirtschaftsberater über Gartenarchitekt, Forstverwalter oder Lebensmitteltechnologe. Dabei schuften Absolventen nicht selbst in der Küche, auf dem Feld oder im Wald, sondern managen, kontrollieren und organisieren Arbeitsabläufe im Betrieb.
Arbeitgeber in diesem Bereich finden sich typischerweise im öffentlichen Dienst aber auch zunehmend in der privatwirtschaftlichen Lebensmittelindustrie. Die Berufsaussichten sind trotz anhaltender Einsparungen im öffentlichen Dienst gut - hauptsächlich, weil so wenige Studenten sich für eines dieser Fächer entscheiden. |