Die Ordnungsgefüge des Zusammenlebens

Alle Gesellschaftswissenschaften beschäftigen sich mit den Grundfesten unseres Staates - mit Politik, Sozialstruktur und Wirtschaft. Das Jurastudium vermittelt Gesetze und Verordnungen, die das menschliche Zusammenleben regeln, und die gültige Rechtsprechung. Vor allem die Rechtswissenschaft erfordert eine enorme Leistungsbereitschaft, denn das Studium ist sehr arbeitsintensiv. Angst vor Nächten in Bibliotheken sollte man nicht haben, und Durchhaltevermögen und gute Selbstorganisation sind vonnöten. Auch im späteren Berufsleben kommt auf Juristen ein hohes Arbeitspensum zu.
 
Was unbedingt erforderlich ist:
  • Hohe Leistungsfähigkeit
  • Hohes Durchhaltevermögen
  • Hohe Motivation
  • Verhandlungsgeschick
  • Gute Noten in Deutsch
  • Generelles Verständnis für Mathematik
 
Welche Interessensgebiete werden bedient?
  • Vordergründig: Konventionelle Orientierung
  • Außerdem: Unternehmerische Orientierung
  • Oftmals: Soziale Orientierung
 
Typische Berufe:
  • Anwalt
  • Staatsanwalt
  • Richter
  • Politischer Berater
  • Verwaltungsbeamte
 
Studium:
Jurastudenten sollten viel Sprachgefühl haben und auch abstrakte Themen sprachlich verarbeiten können. In den Gesellschaftswissenschaften sind mathematische Kenntnisse ebenso wichtig, da viel mit Statistiken gearbeitet wird. Soziale Fähigkeiten wie Kommunikationsstärke, Konfliktfähigkeit und Hilfsbereitschaft sind zudem dringend notwendig, besonders für das folgende Berufsleben.
Typische Studienfächer dieser Gruppe sind neben Jura und Wirtschaftsrecht auch Politologie, Soziologie oder Verwaltungswesen. Während Studiengänge der Gesellschaftswissenschaften mit Diplom, Magisterexamen oder Master enden, schließt sich an das rechtswissenschaftliche Studium nach dem ersten Staatsexamen das Referendariat und ein zweites Staatsexamen an.
 
Berufsperspektiven:
Mögliche Berufe haben besonders für Juristen oft öffentlichen Charakter. Auch wenn gerade fünf Prozent der Absolventen als Richter oder Staatsanwalt verbeamtet werden, haben auch die 80 Prozent der Juristen, die den Anwaltsberuf ergreifen, stets mit der öffentlichen Hand zu tun. Sozialarbeiter und höhere Verwaltungsbeamte arbeiten hingegen oft im Staatsdienst. Zunehmend finden sich auch beratende Aufgabenstellungen in der Privatwirtschaft. Juristen haben oftmals Probleme beim Einstieg ins Berufsleben, denn die Konkurrenz ist wegen der hohen Absolventenzahlen groß. Besonders junge, selbstständige Anwälte haben es schwer, sich am Markt zu etablieren. Auch die anderen Bereiche der Gesellschaftswissenschaften, wie die Soziologie, sind aufgrund leerer öffentlicher Kassen problematisch.
 
Im Sozialwesen oder Verwaltungswesen sieht es zum Teil wesentlich besser aus, wobei die Verdienstmöglichkeiten nicht immer besonders gut sind. Politologen haben es wegen ihrer wenig festgelegten beruflichen Ausrichtung mitunter schwer, sich am Arbeitsmarkt zu etablieren. Sie arbeiten bei Verbänden, Parteien, regierungsunabhängigen politischen Organisationen oder auch als Journalisten.
Im Bereich der Gesellschaftswissenschaften finden sich Studienabbruchquoten von teilweise über 40 Prozent. Hauptgrund für den Studienabbruch ist meist die mangelnde Identifikation mit dem Studienfach und die fehlende berufliche Orientierung im Studium. Auch ein Viertel der Juristen bricht das Studium ab, der Hauptgrund ist hier Prüfungsversagen. Wer zweimal durch das Examen fällt, darf sich nicht mehr zur Prüfung melden. Besonders dramatisch ist dies vor allem, weil in der Regel Prüfungen erst nach mehreren Semestern abgelegt werden und somit einige Semester bis zum Abbruch vergehen. Die Schwierigkeit liegt vor allem in der Menge des zu bewältigenden Stoffs. Im Durchschnitt investiert jeder juristische Examenskandidat neben dem privaten Repetitorium 12 bis 18 Monate Prüfungsvorbereitung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 


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