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Naturwissenschaften im Praxistest
Ingenieure jedes Fachgebiets suchen nach zweckmäßigen, praktischen und wirtschaftlichen Lösungen. Zur Problemlösung beziehen sich Ingenieure stets auf neueste naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse. Dazu ist ein gutes Verständnis für Mathematik und technische Dinge unverzichtbar. Ingenieure sollten leistungsbereit sein und abstrakt denken, aber auch phantasievoll und schöpferisch an Probleme herangehen können. Auch Informatiker müssen schöpferisch denken, um zu virtuellen Problemstellungen solche Ideen zu entwickeln, die ein Rechner zu einer Lösung verarbeiten kann. Fast alle Studiengänge beinhalten mittlerweile Praxisphasen, was bedeutet, dass Studierende mit zwei linken Händen Probleme bekommen könnten.
Was unbedingt erforderlich ist:
- Hohes mathematisches und naturwissenschaftliches Verständnis
- Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- Technisches Verständnis und handwerkliche Fähigkeiten
- Gute Noten in Mathe, Physik und Technik.
- Welche Interessensgebiete werden bedient?
- Vordergründig: Praktisch-technisch
- Außerdem: Konventionelle Orientierung oder Intellektuell- forschende Orientierung
- Weiterhin: Unternehmerische Orientierung
Typische Berufe:
- Ingenieur
- Manager in der Industrie
- Projektleiter
Studium
Klassiker dieser Fachgruppe sind Informatik, Computerlinguistik, Maschinenbau (mit vielen Unterfächern wie Fahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Schiffbau), Elektrotechnik, Chemieingenieurwesen, Verfahrenstechnik, Architektur, Wirtschaftsingenieurwesen, Bauingenieurwesen und Fertigungsingenieurwesen. Daneben gibt es spezialisierte Studiengänge wie Entsorgungstechnik oder technische Gebäudeausrüstung. Die Studiengänge sind zunehmend international ausgerichtet.
Berufsperspektiven
Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind vielfältig und haben immer etwas mit Entwurf, Produktion oder Fertigung und deren Organisation zu tun. Die Arbeitsmarktchancen sind in der Fächergruppe allerdings unterschiedlich. So leiden vor allem Architekten und auch Bauingenieure besonders unter einer schlechten Baukonjunktur. Alle anderen Ingenieure stehen weitestgehend guten Arbeitsmärkten gegenüber. Informatiker sind begehrt, denn auf sie kann kaum noch jemand verzichten. Sie entwickeln Soft- und Hardware, betreuen Netzwerke und Datenbanken.
Jeder vierte Student bricht sein Ingenieurstudium ab. Diese recht hohe Quote liegt vor allem an Schwierigkeiten mit dem naturwissenschaftlichen Stoff, denn die Hochschulen sieben mit schweren Prüfungen, um ungeeigneten Kandidaten das Versagen im Hauptstudium zu ersparen. Viele der vorzeitig Exmatrikulierten gaben an, dass sie den Anforderungen im Studium schlicht nicht gewachsen waren. |