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Logische Probleme analytisch lösen
Um Aufgabenstellungen zu bewältigen, erarbeiten Naturwissenschaftler bestimmte Techniken, wenden sie an und übertragen die Lösungsschemata auf unbekannte Aufgabenstellungen. Nicht selten ist es auch notwendig, eigene Lösungswege zu entwickeln. Studenten sollten deswegen nicht nur Analytiker, sondern auch schöpferische Querdenker sein und erlerntes Wissen auf völlig unbekanntes Terrain übertragen können. Von Beginn an experimentieren Chemie- und Biologiestudenten im Labor, Informatiker und Mathematiker lernen schon im ersten Semester, abstrakt zu denken. Wer sich an der logischen Schönheit eines guten Beweises in der Mathematik freuen kann, gern konkrete Probleme löst oder in Experimenten naturwissenschaftliche Gesetze nachvollzieht, für den könnte diese Fächergruppe die richtige Wahl sein.
Was unbedingt erforderlich ist:
- Hohes mathematisches und naturwissenschaftliches Verständnis
- Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- Gute Noten in Mathe, Physik, Chemie, Biologie und Technik.
Welche Interessensgebiete werden bedient?
- Vordergründig: Intellektuell- forschende Orientierung
- Außerdem: Konventionelle Orientierung
- Weiterhin: Praktisch-technisch
Typische Berufe:
- Physiker
- Chemiker, Biologe
- Mathematiker
- Forscher
- Lebensmittelchemiker
Studium
Typische Fächer dieser Gruppe sind Mathematik, Physik, Chemie und Biologie, aber auch seltenere Fächer wie Geologie, Meteorologie oder Ozeanografie.
Inhaltlich geht es in dieser Fachgruppe um das Beobachten, Erkennen und Verstehen von Vorgängen aus der natürlichen Umwelt: Physiker blicken in das Innere von Atomen, Meteorologen erklären Wetterphänomene, Biologen verstehen Lebensprozesse, Chemiker analysieren Stoffe und ihre Eigenschaften. Die Mathematik bildet das logische Fundament aller Naturwissenschaften. Einzelne Wissenschaftsgebiete können nicht isoliert betrachtet werden, denn fast immer wird interdisziplinär gearbeitet. Vor allem die Mathematik ist in nahezu allen Gebieten der Naturwissenschaften elementarer Bestandteil als wissenschaftliches Mittel der Modellbildung. Die Naturwissenschaften unterteilen sich in theoretische Inhalte und die praktische Anwendung. Biologen und Chemiker stehen vom ersten Semester an im Labor, Physiker brauchen technisches Verständnis für den Aufbau komplizierter Versuchsanlagen. Die Theoretiker müssen wiederum in der Lage sein besonders tief in ein Forschungsgebiet vorzudringen also viel zu lesen. Gute Englischkenntnisse sind für diese Recherchen unumgänglich, denn viele einschlägige Aufsätze und Fachbücher sind nicht übersetzt.
Berufsperspektiven
Auf dem Arbeitsmarkt sind die Mathematiker momentan die Gewinner. Ihnen kommt zugute, dass sich ihre Fachinhalte mit denen der begehrten Informatiker überschneiden. Physiker und Chemiker kommen verhältnismäßig gut in der Industrie unter, Biologen sind gefragt, wenn sie sich auf Biotechnologie oder Molekularbiologie spezialisieren. Lebensmittelchemiker arbeiten vor allem in der staatlichen Lebensmittelüberwachung.
Die Jobchancen in allen Fächern hängen vom Grad der Spezialisierung und vom Studienfach selbst ab. Etwa ein Viertel der Studienanfänger bricht das Studium ab. Die meisten Abbrecher erbringen nicht die gewünschten Studienleistungen, etwa aus mangelnder Selbstmotivation oder wegen Prüfungsversagens. Oft hängt dies mit einer fehlenden fachlichen Eignung zusammen.
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