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Schuften für den "Gott in Weiß"
Wer Medizin studieren will, sollte sich im Klaren sein, dass dies eine überdurchschnittlich hohe Leistungsbereitschaft im Studium und im Beruf unbedingt voraussetzt. Sechs Jahre und drei Monate beträgt die Regelstudienzeit für Humanmediziner, die in dieser Zeit 20 Fächer im Lehrplan durcharbeiten müssen. Dabei sind in allen medizinischen Bereichen Chemie und Biologie die Grundlagenfächer: 40 Prozent des Pharmaziestudiums etwa entfallen auf Chemie, andere wichtige Fächer sind Physik und Mathematik. Grundlegende Kenntnisse in den Schulfächern Biologie, Chemie und Physik erleichtern den Einstieg ins Studium. Doch das Wissen aus dem Leistungskurs in der Schule reicht nur für das erste Semester. Danach heißt es für alle: Pauken! Es gibt kaum Phasen, in denen nicht gelernt werden muss, und man muss sich den Stoff sehr motiviert und eigenständig erarbeiten.
Was unbedingt erforderlich ist:
- Hohes Verständnis für Naturwissenschaften
- Hohes Einfühlungsvermögen
- Hohe emotionale Stabilität
- Gute Noten in Chemie und Biologie
Welche Interessensgebiete werden bedient?
- Vordergründig: Intellektuell- forschende Orientierung
- Außerdem: Soziale Orientierung
- Weiterhin: Künstlerische- sprachliche Orientierung und praktisch- technische Orientierung
Typische Berufe:
- Arzt
- Humanbiologie
- Medizinische Forschung
- Pharmazeut
Studium
Wer seinen Zivildienst im Rettungsdienst absolviert, profitiert davon im Studium: Er gewinnt einen Einblick in medizinische Berufe und probt seine Reaktion auf schwere Schicksale. Nicht zuletzt sollten Mediziner anderen Menschen stets gern helfen und auch in Stresssituationen gut zuhören können, es aber an der notwendigen Distanz und Objektivität nicht fehlen lassen.
Studienfächer der Gruppe sind die Gebiete Humanmedizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin und Pharmazie. Die Studiengänge sind sehr beliebt, weshalb Plätze von der ZVS vergeben und mit strengen Aufnahmequoten versehen werden. Ein gutes Abitur ist somit eine Grundvoraussetzung für die Zulassung zum Studium.
Inhaltlich beschäftigt sich die Fächergruppe Medizin hauptsächlich mit der Vorbeugung und Heilung von Erkrankungen von Menschen und Tieren. Dabei geht der Trend immer mehr zur vorbeugenden Medizin - getreu dem Motto "Vorbeugen ist besser als Reparieren".
Berufsperspektiven
Die Aussicht auf dem Arbeitsmarkt ist recht günstig. Zwar wird der Schritt in die Selbstständigkeit in städtischen Bereichen immer schwieriger, weil die Konkurrenz unter Arztpraxen und Apotheken zu-nehmend härter wird, auf dem Land sieht das jedoch ganz anders aus: stellenweise herrscht hier Ärztemangel. In einigen neuen Bundesländern wird sogar eine unzureichende Ärzteversorgung für die kommenden Jahre prognostiziert. Nach dem Studium kann allerdings niemand sofort eine Praxis eröffnen, denn Voraussetzung dafür ist der Titel "Facharzt", und den gibt es erst nach mehrjähriger Weiterbildung und einer bestandenen Facharztprüfung.
Nur wenige Studenten der Medizin brechen ihr Studium ab. Etwa acht Prozent der Studierenden scheitern an Leistungsproblemen oder können ihr Studium nicht mehr finanzieren. Die im Allgemeinen geringe Abbruchquote lässt sich auch auf den starken Berufsbezug und hohen Studienwillen zurückführen.
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